Heute: Konzerte von Fontaines D.C. sind wirklich das allerletzte. Dazu: neue Kuriositäten aus der Schlagerwelt, die ihr auf dem Schirm haben solltet. Und: Billie Marten redet mit uns über Tiere. Wir lieben Tiere. Und Billie Marten.
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Ich möchte nie wieder auf ein Fontaines D.C.-Konzert gehen. Und das, obwohl die Band wirklich gut ist. Das Problem ist das Publikum. – Rosalie Das Berliner Open Air-Konzert der irischen Rockband vor einer Woche war mein zweites Fontaines-Konzert in relativ kurzer Zeit. Zuletzt waren sie im Dezember 2024 für ein Hallenkonzert in der Stadt.
Schon das war ein Gig, der mich wirklich wahnsinnig frustrierte. Im Innenraum fiel schnell auf, dass ich eine der wenigen war, die ihre Jacke an der Garderobe abgegeben hatten. Zwei Drittel der Menschenmasse um mich herum stand mit ihren North Face Puffer Jackets da, oder im Oversized Mantel mit Beanie. Signal: Tanzbereitschaft = Null. Anscheinend war aber auch die Bereitschaft, andere Bewegungen neben sich zu ertragen, minimal. Ich wurde unwirsch darum gebeten, weniger zu tanzen. Neben mir stand ein Typ, der mit Bilschirmhelligkeit 100 das Konzert auf Whatsapp kommentierte, ohne dabei je länger als drei Sekunden hochzugucken. Direkt vor der Bühne erhoffte ich mir mehr Gleichgesinnte, doch die wenigstens wippten auch nur. Die Ränge saßen. Um mich herum besprachen die Menschen, die Hände in den Taschen, wie viel ihnen diese Songs bedeuteten – die Band dürfte davon nichts gemerkt haben.
Auch beim Sommerkonzert stand ich recht mittig und abgesehen von etwa hundert euphorischen Ir*innen wiederholte sich das statische Schauspiel einer stillen, maximal kopfnickenden Menge. Jedes Mal, wenn Frontmann Grian Chatten seinen Arm animierend in die Luft warf, schrie ich als einzige in einem 30-Personen-Umkreis. Fontaines-Fans, ganz besonders in dieser Stadt, fühlen sich anscheinend wahnsinnig cool und wirken, als wäre es ihnen extrem wichtig, als die kaltschnäuzigen Hyperstyler gesehen zu werden, die sie da cosplayen.
Emotionen sind hier out, Jubeln ist ein No-Go, lieber erklärt man sich fachmännisch, wie sich die Band verändert hat, und dass Skinty Fia am allerbesten ist und noch wirklich Post-Punk, obwohl wir alle genau wissen, dass diese Crowd vor allem mit dem Erfolg des aktuellen melancholisch-soften Albums kam und mit den Musikvideos voll Stars und Gucci-Outfits (ich liebe das Album, aber ich zeig's halt). Das Irrwitzige: Ich war wahrscheinlich noch nie auf einem Konzert mit so hoher Merchdichte. Aber das macht ja auch Sinn in dieser spezifischen Welt der Coolness, denn die Band ist selbst zum Symbol, zur Brand aufgestiegen – freiwillig oder nicht.
Auf diesen Zirkus habe ich jedenfalls keine Lust mehr. Ich bin raus und tanze künftig vor dem Plattenspieler.
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Was passiert gerade in der bunten Schlagerwelt? Ich hab wieder Songs und Tipps für euch gesammelt, damit ihr keine Kuriosität verpasst. Wär ja schade drum. – Melanie
AMZ (ihr kennt sie aus unserer Live-Show, da kam sie diesen Sommer immer vor) hat das "Was wird"-Meme zum Song gemacht. Das Meme selbst wird gesamplet, bevor der Refrain die große Partylust (natürlich auf Malle) verkündet.
Ihr hört auch "Walk On The Wild Side", oder?
Frisch erschienen, nimmt dieser 4-teilige Podcast Andreas Gabalier ins Visier. Den kennt ihr wahrscheinlich, auch wenn ihr euch nicht für Schlager interessiert – weil er mehr als mit seiner Musik vor allem damit auffällt, eine Vergangenheit zu romantisieren, in der ein Mann noch ein Mann und eine Frau am Bügelbrett war. Dafür ist er sich auch nicht zu doof, mit völkischem Gedankengut zu schäkern. Im Podcast stellt sich ein Superfan der Frage: Ist der Typ wirklich ein rechter Nostalgiker oder einfach missverstanden? Dass die Carrie Kremer keine Antwort findet, verrate ich euch an dieser Stelle schon mal. Viel spannender ist nämlich genau der Zwiespalt und ihr innerer Kampf. Gabalier hat für diesen Podcast das längste Interview seiner Karriere gegeben und man kann dabei zuhören, wie Kremer versucht, sich nicht um den Finger wickeln zu lassen, aber doch nicht aus ihrer Fanhaut raus kann und sehr handzahm mit der Situation umgeht. Ich bin ja auch Musikjournalistin und Superfan, war selbst schon in Situationen wie diesen und konnte das schmerzhaft gut nachvollziehen. Am Ende steht allerdings genau deswegen die Frage: Ist das hier Aufklärung oder hilft dieser Podcast, einen Mann, der vermeintlich wissentlich Kontroversen und gefährliche Weltanschauung säht, zu normalisieren? Falls ihr euch die vier Folgen anhört, sagt mir bitte, wie ihr das seht.
Ihr sollt lediglich wissen, dass es eine Künstlerin namens Billie Steirisch gibt.
Michelle & Eric Philippi Michelle hat einen Song namens "Wahnsinnig" veröffentlicht, Eric Philippi einen, der "Bekloppt" heißt. Am gleichen Tag. Das ist ein bisschen witzig, weil die beiden ein Paar sind. Michelles Song ist besser, sie singt selbstironisch darüber, dass sie wegen chaotischer Lebensführung ihr Botox nicht bezahlen kann. Philippi ist nur bekloppt wegen einer Frau – langweilig.
Ah, mein absolutes Highlight der letzten Wochen: Ein Lied über die Zweckehe. Romantische Liebe ist nett, aber wichtiger ist, dass der Mann Land und Arbeitskraft mitbringt. Diesen Pragmatismus lob ich mir. Würde sich sicher auch gut als Titelsong für 'Bauer sucht Frau' machen.
Vincent Gross Ich bin dezent obsessed mit Vincent Gross. Das hat sich in Ausgabe #62 schon angedeutet, als ich seinen Song "Ouzo" in einzelne Schlagerreferenzen zerlegt habe. Ich weiß nicht, was es ist. Seine Stringenz, nur Songs über Essen und Trinken rauszubringen? ("Aperol Spritz", "Rum", "Backen", "Currywurst" und natürlich "Drinking Wine Feeling Fine", der sogar in den UK in die iTunes Top 10 ging, sind nur einige) Oder sind es seine lustigen TikToks? Es ist alles so Stulle (Vincent, DAS wäre ein guter Songtitel!). Nein, ich habe sein neues Album PROST (ich kann nich mehr) nicht vorbestellt, um ein riesiges Weinglas dazu zu bekommen, aber als der Schweizer neulich öffentlich zum Bandcasting aufrief, habe ich meinen Freund Martin inständig gebeten, sich zu bewerben. Hat er nicht gemacht. Schade, Martin hätte jetzt ein Ouzo sein und mich mit auf Tour nehmen können. Es muss schön sein, Vincent Gross zu sein, und wahrscheinlich ist es das, was mich fasziniert (oder neidisch macht?).
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Von Billie Martens Tierliebe habe ich euch bereits in Ausgabe #51 anlässlich ihres letzten Albums DROP CHERRIES erzählt. In den Lyrics ihrer neuen Platte DOG EARED hat sie nun mehr Motive aus der Tierwelt in ihre Songs einfließen lassen als je zuvor. Ich habe alle Referenzen sorgfältig gesammelt und konnte mit der Musikerin über ihre Naturaffinität, ihr Lieblingstier und ihren Garten sprechen. – Rosalie
In "Feeling" singt Billie Marten zärtlich wie eh und je: "We are so lightly here, softer than a rabbit ear". Sofort spüre ich das weiche Fell zwischen meinen Fingerkuppen, höre das fiepende Muckeln des Häschens. Der Hase in meiner Vorstellung ist weiß mit schwarzen Flecken. Tiere regen meine Vorstellungskraft in einem besonderen Maße an und ich verbinde sie direkt mit Gefühlen, Charakteren, mit Menschen oder sehe sie in spezifischen Situationen.
Dass Billie Martens neues Album DOG EARED besonders viele Tierbilder nutzt, macht mich sehr glücklich. In ganzen sieben von zehn Titel singt sie von Walen, Hüttensängern, Katzen, Hunden, Pferden und natürlich dem weichen Hasenohr. Auf einem ihrer aktuellen Merch-Shirts sind Zeichnungen einiger dieser Tiere. Ob diese Motive der rote Faden von DOG EARED sind, will ich wissen, als ich Billie Marten in einem Video Call spreche. Sie sitzt auf dem Boden, die Beine angewinkelt, den Kopf auf die Hand abgestützt und wirkt als hätte sie gerade eine Seite in einem besonders schönen Ausmalbuch fertig gemacht. "Das Ding ist, meistens ist einem noch gar nicht bewusst, dass man gerade ein Album schreibt. Es sei denn, man ist super organisiert. Oft hat man keinen klaren roten Faden, kein Konzept oder Motive. Man findet das alles erst, wenn man fertig ist und dann erscheint man viel schlauer, als man ist. Mir fällt erst jetzt auf, wie oft ich die Tierwelt in meiner Arbeit aufgreife. Tiere sind perfekte Metaphern und beschreiben Menschen besser als Menschen selbst."
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Die Natur ist dabei schon immer eine wunderbare Konstante in Martens Lyrik, was 2021 vom Albumtitel FLORA FAUNA auf den Punkt gebracht wurde. Das Lied "Pigeon" ist eine feinfühlige Kapitalismuskritik, die durch die Zeile "I am sick of branding and one legged pigeons" auf den Punkt gebracht wird. Nicht immer also sind die Szenen so lieblich wie das eingangs beschriebene "Feeling". Doch allgemein ist der Ton, den Marten auf DOG EARED anschlägt, besonders soft und versöhnlich. "Ich bin ein ziemlich nachdenklicher Mensch und Tiere beruhigen diese Seite. Ihre Präsenz und auch ihr Sinn in meinem Leben ist es, mich zu trösten. Viele Songs auf diesem Album drehen sich entweder darum, getröstet zu werden oder jemand anderen zu trösten. Es geht darum, sich wohl zu fühlen und etwas in der Einfachheit und der Leichtigkeit des Lebens zu finden. Ich liebe Pflanzen, ich liebe Tiere und ich liebe Wasser. Das sind meine großen drei Anker.”
Man kennt das ja: Es entschleunigt, nicht von Bildschirmen, Straßenlärm, Geräuschen, Menschenströmen und Asphalt umgeben zu sein. Das alles wird Marten schnell zu viel und laut. Deswegen, sagt sie, wäre sie wohl eine Katze, wenn sie ein Tier wäre. Die Antwort kommt, ohne groß nachzudenken. "Ich liebe es, mindestens elf Stunden zu schlafen. Ich schiebe mein Essen auf dem Teller herum, wie es Katzen tun. Ich rieche an allem, bevor ich es esse und ich rieche auch ständig an Büchern. Ich liebe den Geruch von Büchern. Ich liebe es, wenn alles weich und ruhig ist. Laute Geräusche irritieren mich. Ich glaube, vieles sind auch autistische Züge, aber so ist es. Ich beobachte gerade, wie meine Katze auf dem Treppenabsatz schläft", sagt Marten träumerisch mit ihrer zarten Stimme. Es ist auch die Katze, die sie in dem Song "Crown" beschreibt: "Cat sits in the shade / and I am not afraid of love". Wieder eine friedvolle Zeile, die musikalisch von verschiedenen Orgeln begleitet wird, die bauchige, wohlige Töne abgeben.
In unserem Gespräch kommt Marten immer wieder auf ihre Kindheit zu sprechen. So wie ich verbindet sie Tiere meistens mit konkreten Szenen, Eigenschaften, Momenten und Posen, die auf ihren Charakter und ihre Stimmung schließen lassen. Lämmer, zum Beispiel, erinnern sie sofort an ihre Heimat Yorkshire, wo in der Lämmerzeit der Geruch von Schafwolle in der Luft läge und den Frühling begleite. Auch bei der Frage nach ihrem Lieblingstier, ein Pferd, springt Billie Marten zurück in die Vergangenheit: "Als ich das erste Mal auf einem Pferd saß, war ich zwei Jahre alt. Es war auf der Farm meiner Patentante in Yorkshire und es war ein riesiges 18 Hand Appaloosa. Wunderschön schwarz-weiß gescheckt und so lieb. Ich war noch nie so glücklich in meinen ganzen zwei Jahren." Dabei scheint Marten eigentlich nichts von ihrer kindlichen Faszination für Tiere verloren zu haben und ihre Augen blitzen auf.
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Man merkt ihr die Euphorie an, wenn sie mir von den verschiedenen Tieren erzählt, die sie getroffen hat. Dabei wirkt es, als wäre die Naturnähe ein großer Teil ihrer Routinen. Selbst auf Tour versucht Marten noch das Reiten unterzubekommen. "Das hilft mir, die verschiedenen Länder kennenzulernen und Pferde haben eine sehr therapeutische Wirkung. Pferde nehmen viel von meinem Stress und meinen Ängsten und sind trotzdem cool und mächtig.[...] Es ist ein guter Weg, wirklich etwas von der Umgebung zu sehen und gleichzeitig herunterzukommen. Man lernt direkt Einheimische kennen, und man macht etwas anderes als in einem Café oder einem Kino oder in irgendwelchen Läden herumzuhängen. Außerdem ist es auch noch ein kleines Workout."
Als ich sie frage, ob sie auch immer noch Fabeln oder Kindergeschichten mit Tieren liest, lacht sie: "In den letzten fünf Tagen habe ich 'Bambi' geschaut – einer meiner absoluten Lieblingsfilme – und 'Der versteckte Garten'. [...] Je älter ich werde, desto mehr komme ich mit meinem kindlichen Ich in Kontakt. Und viele Momente auf diesem Album besprechen das. Ich denke, ich habe einen großen Teil meiner Kindheit verpasst, weil ich früh erwachsen werden musste. Ein Teil von mir fühlt sich alt und erschöpft und ein anderer Teil ist wie ein neugeborenes Baby, das zum ersten Mal einen Hasen sieht. Ich trage kindliche Neugierde und Weltschmerz zu gleichen Teilen in mir." Sie spielt damit auf ihre frühe Berühmtheit an. In einem Interview mit dem Independent blickt Marten ziemlich abgeklärt auf ihre Karriere zurück, die schon mit zwölf Jahren begann, als sie nach einem gut geklickten Cover von Sony unter Vertrag genommen wurde. Auch in diesem Intervier spricht Marten von einer verlorenen Kindheit. In dem Song "Garden Of Eden" (2021) singt Marten von sich selbst als einer Pflanze, die sich durchkämpfen muss, bis sie aufblühen kann. Es ist die erste Single, die sie bei dem Label Fiction Records veröffentlicht.
Ich finde es spannend, dass sie in der Natur und der Tierwelt so viel Kraft findet und diese Themen gleichzeitig symbolisch für ihre Kindheit stehen können, also etwas, was ihr fehlt und womit sie augenscheinlich noch nicht abschließen kann. Trigger und Heilung zugleich. Die Liebe zur Natur, die durchzieht Marten regelrecht: "Meine größte Angst wäre es, irgendwo in einer Wohnung im vierten Stock zu leben, ohne einen Zugang nach draußen zu haben. Ich liebe es auch, die Türen zu öffnen und einen Schwall frische Luft hereinzulassen", gibt die Musikerin zu. Sie wohnt in Hackney, also einem äußeren Stadtteil von London, dennoch nicht ganz am Rand. Hier hat sie einen Garten, der ihr Ein und Alles ist. Auch der wurde in den letzten Jahren zu einer etablierten Referenz in den Lyrics von Billie Marten. "Der Garten ist einfach ein liebevoller Ort und ich teile ihn mit meinem Partner. Das war ein großes Ding, als wir zusammengekommen sind." In "This Is How We Move" beschreibt Marten, wie sie diesen Garten miteinander teilen und es sie schon erfüllt, durch die Flügeltür einander an diesem Ort der Glückseligkeit zu beobachten.
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Auf vielen ihrer Pressefotos ist Billie Marten mit verschiedenen Tieren abgebildet. Das war bei DROP CHERRIES schon auffällig und nun wurde es durch weitere Pferdebilder verstärkt. Es ist offensichtlich, dass die britische Songwriterin als diese naturnahe Person gesehen werden möchte und in unserem Gespräch wird immer klarer: Es ist kein Image, sondern stimmt ziemlich mit ihrer Welt überein – auch wenn sie trotzdem in London lebt. Es hat aber auch einen pragmatischen Grund, warum Billie Marten sich immer wieder tierische Co-Stars in ihre Bilder holt: "Ich glaube, Tiere sind so auffällig und lustig und sie wissen selbst gar nicht richtig, wie sie aussehen oder wer sie sind. Deshalb sind sie besonders gute und beruhigende Kumpane in einem Fotoshooting." Sie erzählt das ganz selbstverständlich. Ich glaube aber, dass genau diese fehlende Selbstwahrnehmung von Tieren und das fehlende Verständnis für Bildkompositionen und Kameras für viele Fotograf*innen und Models oft auch eine Herausforderung ist. Für Marten hingegen ist es selbstredend, dass sie mit den Tieren an ihrer Seite locker lassen kann.
DOG EARED ist ein Album, das sowohl die beruhigende als auch die kindliche Seite anspricht: Mit eigenartigen Klängen, mit Harmonien und mit fantasievollen Sprachbildern, die in diesen harten Tagen den Blick auf sanfte Momente lenkt. Vor diesem Interview habe ich mich gefragt, ob ein Gespräch über Tiere und Kinderfilme nicht vielleicht zu profan wäre (obwohl mich Paddington, die Mumins, Peter Rabbit und Co. komplett durch dieses Leben bringen), doch ich glaube genau darin liegt die Stärke von Billie Marten und DOG EARED. Es ist schwer, etwas Vielschichtiges und Komplexes in so leichte Musik zu verwandeln – so leicht wie das Streicheln eines flauschigen Hasenohrs.
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Das war's für dieses Mal. Rosie und Melanie waren in den letzten Tagen auf verschiedenen Festivals unterwegs und haben dort den ein oder anderen Schmunzler erlebt. zwei Teenager, die sich im Zug hinter ihnen über GZUZ unterhalten haben: "GZUZ ist whack... also nicht whack, aber da fehlt irgendwas" – "Aber irgendwie ist der auch nicht so cool, glaub ich." (Ah, glaubste?) ein Pärchen vor ihnen im Zug, er mit Olli Schulz-, sie mit Bosse-T-Shirt (it's a match) ein niederländischer Busfahrer, der Hermann van Veen durchs Fahrzeug schallen ließ (manche Klischees sind Klischees, weil sie stimmen) ein Auto mit dem Kennzeichen "AC:CD" (so close!)
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Die nächste Ausgabe ZWISCHEN ZWEI UND VIER erscheint am 27. August.
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